Von Esperanto zu Klingonisch

Von Esperanto haben die meisten schon gehört. Es handelt sich wohl um das bekannteste Beispiel einer konstruierten Sprache. Ihr Wortschatz setzt sich vorwiegend aus Wörtern latino-romanischen, germanischen und slawischen Ursprungs zusammen; die minimale Grammatik ist logisch und einfach. Geschaffen und eingeführt wurde sie mit dem Ziel, die weltweite Verständigung zu vereinfachen. Daher sollte diese Welthilfssprache für alle leicht erlernbar und neutral sein und niemandem aufgrund seiner Muttersprache einen grossen Vorteil gegenüber Anderssprachigen verschaffen.

Allerdings muss das Experiment als gescheitert betrachtet werden, da Esperanto trotz aller Bemühungen und einer relativ kleinen geschätzten Anzahl Sprechern die vorgesehene Funktion einer weitverbreiteten Verkehrssprache, einer Lingua Franca, nie erfüllen konnte. Diese Rolle hat zusehends das Englische übernommen. Immerhin gibt es eine umfassende Esperanto-Version von Wikipedia, und auch bei Google kann die Sprache für die Sucheinstellungen und im automatischen Übersetzungsdienst angewählt werden.

Gemäss Wikipedia sind konstruierte oder künstliche Sprachen «Sprachen, die von einer Person oder einer Gruppe aus verschiedenen Gründen und zu verschiedenen Zwecken neu entwickelt wurden». Das Spektrum ist sehr breit. Es umfasst u. a. Plansprachen — wie das beschriebene Esperanto —, Geheim- und Sondersprachen, fiktionale und formale Sprachen oder Spielsprachen, darunter so klangvolle Namen wie Afrihili, Occidental, Darkovanisch, Klingonisch, Vulkanisch oder Yerkisch.

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